Geiz ist geil. Die Schnäppchen-Mentalität ist mittlerweile auch in der Bestattungsbranche angekommen. Mit der Abschaffung des Sterbegeldes, der steigenden Zahl an Harz IV Empfängern und der gegenwärtigen Wirtschaftskrise können sich immer weniger Menschen die Kosten einer Bestattung leisten. Infolgedessen haben sogenannte Billig-Bestatter zur Zeit Hochkonjunktur.
Entgegen dem Trend zu einer wachsenden Anonymisierung wünschen sich immer mehr Menschen einen individuellen und modern gestalteten Grabstein. Die Auswahl an Grabmalen ist schier grenzenlos und lässt keine Wünsche offen. Sogar virtuelle Gedenksteine sind mittlerweile problemlos realisierbar.
„Die Medien prägen unser Weltbild“, sagte der ehemalige Bundespräsident Johannes Rau. Sie formen mit ihrer Berichterstattung unsere Meinung und Sichtweise und werden gerne auch als die vierte Macht des Landes bezeichnet. Zeitungen, Fernsehen und auch das Internet prägen das Meinungsbild der breiten Öffentlichkeit. Und welches Bild vermitteln sie vom Bestatter?
Das Projekt „Trauerforschung im Fokus“ bietet ab August 2010 einen kostenlosen Newsletter an. Im Mittelpunkt stehen aktuelle Themen und Erkenntnisse der internationalen Trauerforschung. Ziel ist der Transfer wissenschaftlicher Erkenntnisse in die alltägliche Praxis.
In der Wiener Michaelergruft, wo bis zur Schließung 1784 mehr als 4.000 Menschen - Adelige und Bürger - bestattet wurden, sollen in den nächsten Jahren sämtliche erhaltene 254 Holz- und Metallsärge sowie Textilreste von Totenkleidern aus dem 17. und 18. Jahrhundert restauriert werden.
Frauen trauern anders. Mit ihrem Begleitbuch „Schwester Tod – Weibliche Trauerkultur. Abschiedsrituale, Gedenkbräuche, Erinnerungsfeste“ möchte Erni Kutter deshalb gerade Frauen gezielt in ihrem Umgang mit Tod und Trauer unterstützen.
In Deutschland hat jedes Bundesland sein eigenes Bestattungsgesetz. Hinterbliebenen fehlt daher häufig der Überblick über die verschiedenen Regelungen. Die Verbraucherinitiative Bestattungskultur Aeternitas hat alle Gesetzte verglichen und aufgearbeitet.
Potentiell kann ein Bestatter jederzeit in Kontakt mit biologischen Arbeitsstoffen kommen. Auf oder in Verstorbenen, den Körperöffnungen sowie auf mit Körperflüssigkeiten verunreinigten Kleidungsstücken oder Arbeitsmitteln können sich die unterschiedlichsten Infektionserreger verbergen.
Wo früher Krokusse, Vergissmeinnicht und klassische Grabsteine dominierten, findet man heute immer öfter kleine Kunstwerke auf den Gräbern der Verstorbenen. Raffiniert angelegte Bepflanzungen oder emporragende Steelen laden häufig schon von weitem zum Betrachten ein.
In der deutschen Bundeshauptstadt könnte die Sargpflicht bei Beerdigungen bald aufgehoben werden. Der Senat will damit Muslimen entgegen kommen, die ihre Toten aus religiösen Gründen in einem Leichentuch beisetzen. Das Vorhaben ist Teil eines geplanten Integrationsgesetzes.